Wiedikon

Broschüre über Wiedikon

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Geographie

Karte Wiedkon
Die ehemals selbständige Gemeinde Wiedikon wurde 1893 eingemeindet und bildet den heutigen Kreis 3. Administrativ wird Wiedikon vom statistischen Amt seit 1971 in die drei Verwaltungseinheiten (Quartiere) Alt-Wiedikon, Sihlfeld und Friesenberg geteilt.

Alt-Wiedikon

Karte Alt-Wiedikon
Alt-Wiedikon umfasst die ältesten Siedlungsschwerpunkte Wiedikons, den Bühlhügel, den Rebhügel und das Gebiet Giesshübel. Das linke Sihlufer bildet die östliche Quartiergrenze zur Enge, im Norden grenzt das Quartier ab der Sihl nach Westen entlang der Zurlindenstrasse und der Birmensdorferstrasse an das Wiediker Quartier Sihlfeld. Die westliche Grenze zum Quartier Friesenberg verläuft ab Heuried in südlicher Richtung entlang der Wasserschöpfi, der Uetlibergbahn und dem Borrweg zur Arbentalstrasse. Der Rest der westlichen Grenze folgt bestimmten Geländestrukturen: dem Rand der ehemaligen Lehmgrube Binz und der ehemaligen Lehmgrube Laubegg, nach Süden zur Sihl, an der ein Stück Grenze zu Wollishofen besteht.

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Sihlfeld

Karte Sihlfeld
Das Quartier besteht mehrheitlich aus rechtwinklig angelegten Blockrandbebauungen, die Ende des 19. sowie Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Als praktisch reines Wohnquartier angelegt, existiert kein historischer Dorfkern. Eine Zentrumsfunktion übernimmt, die Birmensdorferstrasse zwischen Schmiede Wiedikon und Goldbrunnenplatz, die gemäss Einteilung des Statistischen Amts die gemeinsame Grenze zum Wiediker Quartier Alt-Wiedikon bildet.
Das linke Sihlufer bildet die östliche Quartiergrenze zur Enge, im Norden grenzt das Quartier ab der Sihlhölzlibrücke nach Westen entlang der Schimmelstrasse und dem Seebahneinschnitt an die Aussersihler Quartiere Werd und weiter ab dem Lochergut der Badenerstrasse entlang bis zum Letzigraben an die Hard. Die westliche Grenze folgt dem Letzigraben, wo ein kurzes Grenzstück zum Quartier Altstetten besteht, der übrige Grenzverlauf vom Hubertus entlang der Gutstrasse und dem Triemlifussweg, einschliesslich des gesamten Triemliplatzes grenzt an das Quartier Albisrieden. Im Süden folgt die Grenze der Birmensdorferstrasse, die man sich mit dem Quartier Friesenberg respektive ab Heuried mit dem Quartier Alt-Wiedikon teilt. Das letzte Grenzstück ab der Schmiede folgt der Zurlindenstrasse zur Sihl und schliesst das Sihlhölzli mit ein.

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Friesenberg

Karte Friesenberg
Der Name Friesenberg hat keinen geographischen Bezug zum Gebiet, sondern geht auf das Rittergeschlecht de Vriesenberch zurück, welches im 13. Jahrhundert die Burg auf der Goldbrunnegg bewohnte, einem Teil der Flanke des Uetlibergs. Über Ritter und Burg ist nur sehr wenig bekannt: Die Burg war einer der Endpunkte des Letzigrabens, der zum Hardturm an der Limmat führte, wobei sowohl Baujahr, als auch das genaue Jahr der Zerstörung der Burg unbekannt sind. Die urkundlichen Erwähnungen beschränken sich auf Inventare und Grundbücher, wo 1317 – knapp 100 Jahre nach der ersten Erwähnung – bereits vom Burgstall Friesenberg berichtet wird. Die Stelle, wo heute die Ruine der Burg Friesenberg liegt, wechselte in den folgenden 600 Jahren etliche Male von Besitzer zu Besitzer, bis sie 1902 in die Hand der Stadt Zürich gelangte.
Zu dieser Zeit war der gesamte obere Teil Wiedikons noch unbebaut und umfasste nur einzelne Bauernhöfe und etliche Lehmgruben. Ab 1880 erfasste ein Bauboom die noch freien Flächen des Sihlfelds (Werd und Hard in Aussersihl, sowie unteres Wiedikon), welches bis etwa 1910 bis auf den Friedhof Sihlfeld komplett überbaut wurde. Nachdem diese Landreserven aufgebraucht waren, wurde 1930 in einer ersten Welle damit begonnen, den oberen Teil von Wiedikon zu überbauen. Für das neue Siedlungsgebiet am Uetliberghang unterhalb der Burgruine und jenseits der Uetlibergbahn etablierte sich zu dieser Zeit erstmals der Begriff Friesenberg. Eine zweite Bauwelle erfasste das Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg und etwa um 1970 war bereits das gesamte Gebiet mit Ausnahme der ehemaligen Lehmgruben überbaut. Wo sich früher die Lehmgrube befand, entstand in der Zwischenzeit ein Industrie- und Gewerbeviertel, die Binz.
Nordwestlich grenzt Friesenberg entlang der Gratstrasse (auf dem Uetliberg) an die Gemeinden Stallikon und Ringlikon vorbei an Hohenstein (einer Lichtung mit einem Teehaus) hinab zum Stadtspital Triemli, welches sich ebenfalls auf friesenbergischem Boden befindet. Nordöstlich wiedergibt die Birmensdorferstrasse bis Heuried die Grenze zu den Quartieren Albisrieden und Sihlfeld und zwischen Heuried und Laubegg zu Alt-Wiedikon. Südöstlich verläuft sie kurz entlang der Sihl bis zum neuen Uetlibergtunnel der Autobahn A3 und geht zum Schluss wieder hinauf zum Grat des Uetlibergs, rechts der Falletsche. Die Quartiere Wollishofen und Leimbach grenzen südlich an Friesenberg.

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Quelle: Wikipedia.org
Dorfkern Wiedikon 1885
Dorfkern Wiedikon 1885